Auf den Spuren der Römer

Endlich.

Nachdem Ralf (ein Tourguide Eifel-Motorrad: Legionär Gutzufus) mich bereits ein paar Mal zur Begleitung einer seiner Eifeltouren eingeladen hatte - ich aber leider immer absagen musste - ist es am 21.06.2020 endlich gelungen, zusammen zu fahren.

Neben regulären Tourgästen waren auch noch weitere - angehende und kurz vor der Prüfung stehende - Tourguides mit unterwegs.

Und da wir somit insgesamt mit 13 Motorrädern unterwegs waren, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt.
Natürlich auch, um den weiteren Fahrzeugverkehr nicht zu behindern.

Ralfs Tour führte uns "auf römischen Spuren" aus der Ecke Nettersheim über die Vulkaneifel bis zurück nach Mechernich.

Ich werde Euch hier nur einige Bilder mit wenig Text und auch ohne Track anbieten (logisch, sonst bucht ja keiner mehr die Tour).
Ein Videozusamenschnitt gibt es natürlich auch wieder dazu.

Treffpunkt war in Nettersheim, wo Ralf vor der Tour die Teilnehmer in die Tour und auf das gewünschte Fahrverhalten (u. a. Rücksicht auf Bewohner, keine Lärmbelästigung) eingewiesen hat.

Einweisung zu Beginn der Tour
Einweisung zu Beginn der Tour - auch auf den Abstand wurde geachtet

Anschließend ging es dann gesittet los, wobei ich der Gästegruppe hinterhergefahren bin, um auch entsprechend Bilder machen zu können.

Los geht es

So ging es kurvenreich in Richtung der anvisierten "römischen" Ziele.

Unterwegs

Immer wieder waren wir entweder "direkt" auf einem Teilstück der Via Agrippa (Römerstraße Trier < > Köln), aber auch auf schmalen Fahrstraßen links und rechts daneben unterwegs.

Im Nonnenbachtal

In der Nähe von Duppach befindet sich eine ehemalige römische Villenanlage, die von uns angefahren wird.

Auf dem Weg zur Villenanlage

Hier schließt dann auch die zweite Fahrgruppe mit den ausgebildeten Tourguides "Magma Mandy" und Bernd Münnich zu uns auf.

Anschluss der zweiten "Legionsreiterei"

Und wenn ich Schussel nicht beim Herausholen der Kamera an einen bestimmten Schalter gekommen wäre, könnte ich Euch jetzt auch Bilder von der Villenanlage zeigen.
Ich habe es leider erst kurz vor dem Wegfahren bemerkt.

So möchte ich Euch wenigstens folgenden Zitatausschnitt (Quelle) anbieten:

"Ganz in der Nähe der wichtigen Römerstraße Trier-Köln bauten reiche Gutsherren ein eindrucksvolles Anwesen, zu dem Wohn- als auch Stallgebäude und eine Eisenschmelze gehörten. Erstaunlich ist ein Gräberfeld mit zwei mehr als 20 m großen Grabpfeilern. An einem der Grabdenkmäler waren zwei riesige Greifen aus Sandstein angebracht. Außerdem finden Sie die Nachbildung eines römischen Speichergebäudes mit Informationen zur römischen Geschichte, zur Grabungsgeschichte und zur Arbeit der Archäologen. Ein Sitzkreis aus römischen Steinen lädt zum Ausruhen und Verweilen ein."

In Reihe und Glied ...

Wieder in der Nähe der benannten Römerstraße fahren wir landschaftlich schön und abwechslungsreich unseren nächsten Pausenpunkt an, welcher in der Nähe von Bitburg zu finden ist: die Römische Villa Otrang.

An der Villa Otrang

Die römische Villa Otrang ist eine antike Villa rustica bei Fließem im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Mit einer Fläche von mehr als 3600 Quadratmetern ist sie eine der größten und am besten erhaltenen römischen Villenanlagen nördlich der Alpen [Quelle].


Ralf wäre nicht Tourguide, wenn er nicht auch zur Geschichte der Villa beitragen könnte.

Zurück zu den Motorrädern

Bald haben wir den Wendepunkt dieser Thementour erreicht und machen oberhalb von Kyllburg und in Nähe der großen Kyllschleife an einem Aussichtspunkt eine kurze Fotopause.

Kurze Rast, um ...

... diese Aussicht zu genießen

Über eine schöne und kurvenreiche Strecke zieht es uns nun weiter in grobe Richtung Gerolstein.

Die zweite Legions"reiterei" rückt an einem geschlossenen Bahnübergang näher

Auf dem Weg passieren wir die linkerhand und oberhalb von uns gelegene Bertradaburg.

Bertradaburg voraus

Unser nächstes Ziel ist jetzt nicht mehr weit entfernt: das Wolffhotel in Kopp.

Wolffhotel

Hier ist für hungrige Legionäre ein "Prandium" vorbereitet, also ein "zweites Frühstück" für diejenigen, welche "ein Hüngerchen" verspüren.
Und es hatten irgendwie alle Hunger.

Entsprechend der gültigen Coronaverordnung und deren Auflagen / Bestimmungen setzten wir uns an die Tische.
Und da Motorradfahrer ja auch alle Halstücher tragen ...

In Gerolstein

Bald haben wir auch Gerolstein erreicht.

Erneut geht es auf schönen Straßen und auch auf schmaleren Wegen weiter.

Die zweite Legions"reiterei" schließt auf

Unser nächstes Ziel ist irgendwann auch erreicht: die Villa Rustica.

Wie auch schon zuvor kommt der Legionär in Ralf durch und er verwandelt sich optisch wieder.

Legionär Gutzufus

Nach einer Erklärung über die Reste einer ehemaligen römischen Villa wird auf meinen Wunsch ein "historisches" Foto gemacht.

Römer und Engländer

Zwei Ziele stehen noch auf dem Plan.

So zum einen eine Aquäduktbrücke als Teil der römischen Wasserleitung ...

Wasser marsch

... und zum anderen noch die Kakushöhlen bei Mechernich.

Teil der zweiten Legions"reiterei"

Hier, in direkter Nähe zur Autobahnauffahrt der A1 endet diese geführte Motorradtour dann.

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Das hat richtig Spaß gemacht und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
Die Mischung aus "römischem Sightseeing" und Motorradfahrt war haargenau richtig.

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Noch der - natürlich in diesem Fall unkommentierte - Videozusammenschnitt der Tour: