Kleine Ausfahrt in der Ost- und Ahr-Eifel

So langsam geht die Saison zu Ende und die möglichen Tage für eine Ausfahrt dürften nun auch weniger werden.
Es war ein wenig kühler, dann zieht man sich halt wärmer an.

Wir haben uns einfach treiben lassen an diesem Tag.



Los geht es wie immer ab der Ausfahrt der A61 bei Ringen und anschließend nach Oeverich.
Kurz nach der Fahrbahnverengung und Rechtskurve halten wir uns links und fahren von hier aus in grobe Richtung Rheinbach.


In der Nähe der Steinbachtalsperre liegt - ein wenig versteckt - die Hardtburg.


Die Hardtburg ist die gut erhaltene Ruine einer Wasserburg aus dem Hochmittelalter in der Nähe des Euskirchener Stadtteils Stotzheim am nördlichen Rand der Eifel.
Die Kernburg ist bereits seit dem 18. Jahrhundert ruinös, die größten Teile der Burgmauer und die Vorburg, in der sich heute eine staatliche Revierförsterei befindet, sind aber sehr gut erhalten. Seit 1965 wird die Burg instand gehalten. Sie ist frei zugänglich, der Bergfried ist aber nur zu bestimmten Zeiten geöffnet (Herbst und Winter), die sich nach den Brutzeiten der dort nistenden Vögel richten.
Die Burg ist vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert entstanden. Als Erbauer wird ein Herr von Har(d)t vermutet, der ab 1105 in Erscheinung tritt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1166. 1205 nahm Erzbischof Bruno von Sayn die Burg ein und zerstörte sie dabei teilweise. Weiterhin ist bekannt, dass Graf Friedrich von Hochstaden die Hardtburg 1246 dem Kölner Erzstift vermachte. Die dann kurkölnische Burg war bis 1794 Verwaltungssitz des Amt Hardt mit 12.100 Hektar Fläche.
Die ursprünglich primitive Burganlage wurde im 13. Jahrhundert umgebaut. Die Vorburg und der Zwinger sind erst im 14. Jahrhundert entstanden und bis heute erhalten geblieben. Wie Zeichnungen von 1725 belegen, war die Burg damals bereits ruinös (Quelle).


Über diverse Dörfer fahren wir nun nach Satzvey, machen jedoch keinen Abstecher zur gleichnamigen Burg, da ich eine andere Idee habe.


So fahren wir an den Katzensteinen vorbei.

Bild von einer früheren Wanderung
Die Katzensteine sind eine Felsformation im Veybach-Tal zwischen Mechernich und Satzvey, die bereits seit 1937 unter Naturschutz steht. Die Katzensteine sind ein Buntsandsteinmassiv und liegen unmittelbar an der L 61 zwischen Satzvey und Mechernich, nahe der Ortschaft Katzvey.
Auslaugung der Buntsandsteine und Wegspülung des ausgelaugten Materials formten die Katzensteine zu ihrem heutigen Aussehen. Am Sandstein kann man auch deutlich die Schichtung erkennen, die bei der Ablagerung des Sandes entstanden ist. Die rote Färbung des Sandsteins kommt davon, dass jedes Sandkorn von Roteisen umgeben ist.
H. Löhr führte 1970 und 1971 unterhalb der Katzensteine Ausgrabungen durch. Artefakte aus der Steinzeit belegen, dass sich hier Jäger und Sammler aufgehalten haben, die u. a. Rothirsch, Elch und Reh jagten.
Es wurde bei der Ausgrabung auch ein kleiner römischer Steinbruch entdeckt, der seit der 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. vielleicht für den Bedarf einer nahegelegenen römischen Villa Rustica betrieben wurde. In 400 m Entfernung von den Katzensteinen fand man Überreste eines kleinen Tempels aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., der der Göttin Diana geweiht war und für den man aus dem Buntsandstein der Katzensteine Weihesteine hergestellt hatte (Quelle).


In Katzvey biegen wir rechts in den Ort ab und kommen somit am Hochwildpark Rheinland vorbei.

Bild von einem früheren Ausflug dorthin
Hier finden sich weitere Bilder von einem früheren Ausflug.


Mit einem Schlenker fahren wir nach Mechernich hinein und passieren auf unserer Route das Bergbaumuseum und Besucherbergwerk.


2016 haben wir dort an einer Führung teilgenommen, die ich Euch empfehlen kann.
Der Bericht dazu findet sich hier.

Bild von einem früheren Besuch des Bergbaumuseums.



Da wir heute eine kürzere Runde drehen wollten, geht es nun - quasi am Scheitelpunkt unserer Tour - in Richtung Endpunkt.


Zwischendurch und kurz vor Schuld dann noch eine kleine Pause.


Über Schuld fahren wir nach Altenahr. Aufgrund des Dernauer Weinfestes an diesem Tag gibt es eine Umleitung über den Raßberg nach Kalenborn.
Jedoch ist auch der Weg bis nach Dernau auf einem kleinen Schild freigegeben.
Die wenigstens lesen dies, so dass wir fast "einsam und alleine" auf der Strecke unterwegs sind.


Hier ein Blick auf die Saffenburg in Mayschoß.


Im linken Drittel oberhalb dieses Bildes ist so gerade die Michaelskapelle zu erkennen.

Bild von einer früheren Wanderung
Die Michaelskapelle Mayschoß steht hoch über der Ahr in den Weinbergen von Mayschoß. Die Pfarreiengemeinschaft unternimmt Jahr für Jahr eine Lichterprozession zu Ehren der Heiligen Erzengel St. Michael, St. Gabriel und St. Raphael zu dieser Kapelle, die in der Bevölkerung auch „Tempelchen“ genannt wird (Quelle).


Wir fahren nun auf Dernau zu und vor dem Berg links in die Höhe nach Esch.
Gut, dass wir nicht umgekehrt fahren mussten.
Der komplette Weg ist links und rechts zugeparkt und dies zieht sich tatsächlich bis nach Esch selbst hinauf.
Mitten im Ort Esch endet dann auch erst der Stau der Fahrzeuge, die hinab nach Dernau wollen.


Unsere Fahrt endet dann quasi wieder an die Auf- / Abfahrt der A61 bei Ringen.

Sicherheitshinweise:

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Risiken, welche bei einer Motorradtour auftreten können, werden als bekannt vorausgesetzt.
Der Tourenautor /-ersteller haftet nicht für Schäden vor, während und nach der Tour. 
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Der Track wird während der Fahrt mit aufgezeichnet. Hierbei sind Abweichungen des Tracks vom tatsächlichen Straßenverlauf nicht ungewöhnlich, erst recht, wenn das GPS-Signal Schwierigkeiten hat. Daher unbedingt dem Straßenverlauf dem mitgezeichneten Track Vorrang leisten.
Eine Haftung ist daher ausgeschlossen.

Track und Übersicht: