Tour zum Mittelalterlichen Burg- und Hansefest Burg Rheinfels

In diesem Tourenbericht möchte ich Euch auf eine Rundtour von der Ahr zur Burg Rheinfels mitnehmen.
Die Fahrt führte uns von der Ahr über einen kleinen Teil der Eifel an die Mosel, von dort hinauf in den Hunsrück und wieder hinab an den Rhein.
Das Ziel war dieses Mal - wie der Titel schon erläutert - das Mittelalterliche Burg- und Hansefest an der Burg Rheinfels bei St. Goar.

Und da es kein Tourbericht für den Eifel-Motorrad-Blog wird (zu wenig Eifel in der Tour), kann ich Euch diesmal auch direkt einen Track zur Tour mitliefern (siehe am Ende des Berichtes).


Wir starten unsere Tour an einem - ebenfalls - Deutschen Eck.
Und zwar bei Kirchdaun im Kreis Ahrweiler.
Vor uns - und mittig im Blick - findet sich die Landskron mit gleichnamiger Ruine obenauf.

Bild von einer früheren Wanderung - Blick hinab von der Landskrone
Die Burg Landskron, auch Ruine Landskrone genannt, ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg. Sie ist Stammsitz der Burggrafen von Landskron und spielte eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen Staufern und Welfen.
Zuvor eine germanische Thingstätte, diente der dominante Basaltkegel den Römern als Warte und militärischer Stützpunkt. Durch die Nähe zum Kastell Rigomagnus war die Warte mit diesem dauerhaft verbunden. Nach dem Fall des Limes um 300 n. Chr. war die Landskron Teil einer Kette von Höhenbefestigungen, die das römische Hinterland schützten (Quelle). 

Schloß Sinzig - Bild von einer früheren Wanderung

Über Heimersheim und Ehlingen geht es nach Löhndorf und von dort über Westum nach Sinzig.
An der Route befindet sich das Schloss Sinzig.

Das Schloss Sinzig ist eine neugotische Villa in Sinzig.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Reste einer 1337 bereits erwähnten Wasserburg der Herzöge von Jülich-Berg, die außerhalb der Sinziger Stadtbefestigung lag, zu sehen. Das 1569–74 zu einem Schloss umgebaute Gebäude wurde 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. So blieben nur noch die Ruinen der Grabenanlage und eines Rundturms.

1954 wurde die Stadt Eigentümerin dieses markanten Gebäudes, das in der Denkmalliste eingetragen ist. Nach Renovierungsarbeiten kamen 1956 das Heimatmuseum und das Stadtarchiv im Schloss unter. Im Turmzimmer, mit der historischen Ausmalung des 19. Jahrhunderts, befindet sich das Trauzimmer des Sinziger Standesamtes. (Quelle).

Schloß Ahrenthal - Bild einer früheren Wanderung

Wir biegen nunmehr in Richtung Waldorf ab, wobei wir das Schloß Ahrenthal passieren.

Das Schloss Ahrenthal, früher Ahrendahl genannt, ist ein Wasserschloss im Harbachtal zwischen Sinzig und dessen Stadtteil Franken in Rheinland-Pfalz. Sein Name geht auf den Aar (=Adler), das Wappentier seines Erbauers, den Reichsministerialen Rolman I. von Sinzig zu Ahrendahl (auch Roilman vom Turne zu Sinzig genannt), zurück. In preußischer Zeit war es ein landtagsfähiges Rittergut. Heute dient die Anlage als Seminarzentrum und kann nur von außen besichtigt werden (Quelle).
  

Wir haben Waldorf und Franken passiert und fahren nun weiter in Richtung Burgbrohl.


Über Glees geht es später hinab zum Laacher See und vorbei an Maria Laach.

Dieser ovale Calderasee ist mit rund 3,3 km² der größte See in Rheinland-Pfalz. Der Laacher Vulkan brach zuletzt etwa 10930 v. Chr. aus. Spuren der vulkanischen Tätigkeit finden sich noch heute in Form vulkanischer Ausgasungen.
Der See ist vollständig von einem durchschnittlich 125 m hohen Wall umgeben und weist eine Tiefe von ca. 51 m auf. Er wird hauptsächlich von Grundwasser gespeist und besitzt keinen natürlichen Abfluss (Quelle).


Kurz hinter dem See und vor der Auffahrt der A61 machen wir am dortigen Parkplatz eine kurze Rast.
Im Rücken von uns befindet sich oberhalb die Wingertsbergwand.

Wingertsbergwand - Bild einer früheren Wanderung mit der damals noch lebenden Dobermannhündin Draga
Die Wingertsbergwand bei Mendig ist eine bis zu 60 Meter hohe und mehrere hundert Meter lange Bims- und Tuffwand, die durch den Abbau vulkanischer Rohstoffe freigelegt wurde. Der Aufschluss dokumentiert den Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor ca. 12.900 Jahren (Quelle). 


Wir fahren nach Mendig hinein und passieren neben der Vulkanbrauerei auch den Lava-Dome.

Lavakeller - Bild eines früheren Besuches

Im Rahmen eines früheren Ausfluges hierher besuchten wir auch den Lavakeller.


Die Fahrt führt uns vorbei am ehemaligen Reginaris-Brunnen in Richtung Kobern-Gondorf.


An der Mosel angekommen, halten wir uns rechts und fahren bei Löf über die Mosel, um auf der anderen Uferseite direkt hinauf zur Burg Thurant zu fahren.


Die Ruine der Burg Thurant (auch Thurandt) steht auf einem breiten Bergsporn aus Schiefer hoch über dem Ort Alken an der Mosel. Sie liegt im Landkreis Mayen-Koblenz (Rheinland-Pfalz) und gehört zum Typus der Spornburgen. Eine Besonderheit sind – neben der Lage an der steilen Talschulter – die Weingärten auf der Sonnenseite (Quelle). 


Die Burg befindet sich heute in privatem Besitz, kann aber von März bis Mitte November gegen Entgelt besichtigt werden. Nach dem Denkmalschutzgesetz von Rheinland-Pfalz ist sie ein geschütztes Kulturdenkmal und in der Landes-Denkmalliste eingetragen. Die Gesamtanlage ist als Denkmalzone ausgewiesen. Außerdem ist Burg Thurant ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention und mit dem blau-weißen Schutzzeichen gekennzeichnet (Quelle wie vor).  

Wir fahren hinauf nach Udenhausen und folgen hier der B327 nach rechts, um hier hinter Buchholz links in Richtung St. Goar abzubiegen.


Nach passieren der Fleckertshöhe erreichen wir die Hochlei, wo wir natürlich anhalten müssen und in die Ferne schauen.


Es folgen die Orte Rheinbay, Holzfeld und Werlau.
Kurz bevor wir jedoch St. Goar erreichen, machen wir noch einen Schlenker nach rechts.
So geht es durch Utzenhain und Biebernheim direkt an den Parkplatz an der Burg selbst.


So parken wir auf der für Motorräder ausgewiesene Zone, entrichten das Parkgeld und gehen zur Kasse, wo wir je Person 8,- € entrichten.


Die Burg Rheinfels ist die Ruine einer Spornburg auf einem Bergrücken zwischen dem linken Ufer des Rheins und dem Gründelbachtal oberhalb von St. Goar gelegen. Nach ihrem Ausbau zur Festung war sie die größte Wehranlage im Mittelrheintal zwischen Koblenz und Bingen und wurde nur noch von der Festung Ehrenbreitstein übertroffen, die im Mittelrheintal oberhalb des rechtsrheinischen, gleichnamigen Koblenzer Stadtteils liegt. Seit 2002 ist die Burg Rheinfels Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal (Quelle).


1245 wurde die Burg von Diether V. von Katzenelnbogen als Zollburg für die rheinaufwärts fahrenden Schiffe erbaut. Gemäß der einzigen zeitgenössischen Quelle wird in den Wormser Annalen unter dem Jahr 1256 erwähnt, dass Diether V. den Landfrieden gegen Mainzer Bürger gebrochen habe. Grund waren wahrscheinlich die seit längerer Zeit erhobenen Zölle. Die darauf erfolgte Belagerung durch ein Heer des Rheinischen Städtebundes blieb erfolglos; dadurch erlangte die Burg den Ruf, uneinnehmbar zu sein (Quelle wie vor).


Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) unternahmen französische Truppen unter der Führung von Lieutenant-général Comte de Tallard im Dezember 1692 einen Angriff auf die Festung, der am Widerstand der Besatzung aus Hessen-Kassel scheiterte. Der Comte de Tallard hatte König Ludwig XIV. die Schlüssel der Festung Rheinfels als Neujahrsgeschenk versprochen. Bei einem Erkundungsritt auf dem Wackersberg im Kreise seiner Offiziere traf ihn die Kugel des Drechslermeisters Johann Kretsch, einem Mitglied der Schützenkompanie zur Verteidigung der Stadt St. Goar. Als Posten auf der Galerie der Stiftskirche richtete er seinen Doppelhaken (schweres Gewehr) auf denjenigen mit dem höchsten Federbusch. Trotz der für damalige Gewehre sehr großen Entfernung von 200 m traf er sein Ziel, die Kugel drang Tallard in die Brust und fuhr an der Seite wieder hinaus. Der als tollkühn bekannte Tallard musste schwerverletzt sein Kommando niederlegen; den Oberbefehl übernahm Maréchal de camp Thomas de Choisy. Die Belagerung geriet dadurch ins Stocken, was wohl zur Rettung der Festung beitrug. Zum Schluss standen 3.000 Verteidiger gegen 28.000 französische Soldaten. Bei zwei Sturmversuchen starben 4.000 Franzosen und 6.500 wurden verwundet; die Verteidiger beklagten 564 Tote und 885 Verwundete. Auch der zweite Angriff wurde abgeschlagen, und bei Herannahen des Entsatzheeres am 3. Januar 1693 unter Führung von Landgraf Karl von Hessen-Kassel, bestehend aus pfälzischen, brandenburgischen, münsterischen und vier hessischen Regimentern, zogen die Franzosen ab (Quelle wie vor). 


Als im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) französische Truppen die Burg besetzten, gelang die Verteidigung gegenüber deren moderneren Wehrtechniken nicht mehr; Rheinfels wurde kampflos übergeben (Quelle wie vor).


Zu den regelmäßigen Veranstaltungen - nunmehr zum zweiten Mal - gehört das Mittelalterliche Burg- und Hansefest, welches jeweils am ersten Augustwochenende stattfindet.


Blick hinab in Rheinrichtung Rüdesheim ...


... und in Richtung Koblenz.


Noch ein letzter Blick und wir schwingen uns wieder auf das Motorrad, um die Heimreise anzutreten.


 Aber vorher noch schnell diesen interessanten Tisch fotografieren.


Blick auf die Burg Maus auf der anderen Rheinseite.



Es wird merklich wärmer.
Die Temperaturen steigen langsam über 30 Grad Celsius.
Wir entscheiden uns daher für den Fahrtwind und fahren entlang des Rheins über Koblenz zurück.


Noch eine letzte Rast vor Andernach und wir fahren zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour.

Sicherheitshinweis:

Alle Angaben - auch im Blog - sind ohne Gewähr.
Wenn Ihr die Tour nachfahren wollt, so geschieht dies auf eigene Gefahr.
Jeder Fahrer / jede Fahrerin ist für seine / ihre Fahrweise und Streckenwahl selbst verantwortlich.
Risiken, welche bei einer Motorradtour auftreten können, werden als bekannt vorausgesetzt.
Der Tourenautor /-ersteller haftet nicht für Schäden vor, während und nach der Tour. Insbesondere nicht für Schäden an Motorrad und / oder gesundheitlichen Schäden, die durch Unfall, Verlust, Einfluss Dritter und / oder elementare Einflüsse entstanden sind.

Der Track wird während der Fahrt mit aufgezeichnet. Hierbei sind Abweichungen des Tracks vom tatsächlichen Straßenverlauf nicht ungewöhnlich, erst recht, wenn das GPS-Signal Schwierigkeiten hat. Daher unbedingt dem Straßenverlauf dem mitgezeichneten Track Vorrang leisten.
Eine Haftung ist daher ausgeschlossen.

Track zur Tour, Übersichtskarte etc.: