Motorradtour zur Wildenburg

Für den Nachmittag waren teils heftige Gewitter gemeldet, die sich von Westen her nähern sollten.
Also früh aufgestanden, eine schöne Runde mit den Hunden gedreht und ab auf das Motorrad.
Aufgrund des noch schönen, weil sonnigen, Wetters, sollte es eine Tour mit vielen Aussichten werden.


Los geht es in der Nähe des Autobahnkreuz Meckenheim an der A61 und anschließend über Altendorf nach Hilberath hinauf.
Weiter über Berg geht es in Richtung Scheuren, wo wir eine erste Rast einlegen.


Ein bisschen muss ich heute auf den Tachostand achten, da die erste Inspektion in etwa 250 km ansteht.


Kurvenreicher geht es durch den Wald und anschließend nach Bad Münstereifel, wobei wir hier noch einmal dem Astropeiler Stockert unsere Aufwartung machen. 

Zitat (Quelle):
Auf dem Stockert, einem Berg bei Bad Münstereifel, steht ein technisches Denkmal: Der Astropeiler, das erste frei bewegliche Radioteleskop Deutschlands.

Zusammen mit einem kleineren 10m-Spiegel bildet der Astropeiler die Radiosternwarte Stockert. Die aus den späten 50er Jahren stammende Anlage ist ein einmaliges Stück deutscher Wissenschaftsgeschichte.
Heute ist die Anlage mit moderner Empfangstechnik wieder in Betrieb und wird für Beobachtung und Ausbildung genutzt. In den Monaten Mai bis Oktober ist sie jeweils sonntags für Besucher geöffnet und vermittelt einen Eindruck von Radioastronomie heute und gestern.


Zitat (Quelle):
Seit 1999 steht die Anlage als Industriedenkmal unter Denkmalschutz.
Eigentümer ist seit 2005 die NRW-Stiftung. Betreut wird die Anlage von einem örtlichen Förderverein.
Es wird weiterhin wissenschaftlich am Radioteleskop gearbeitet und zwar in der Verwendung als außerschulischer Lernort. Interessierte Lehrer werden zuerst vor Ort in die Materie eingewiesen, und so in die Lage versetzt, dieses Wissen am Astropeiler selbst an ihre Schüler weitergeben zu können. Mitglieder des Fördervereins, die sich z. B. aus Funkamateuren, Hobby-Astronomen oder sogar einigen wissenschaftlich tätigen Radioastronomen zusammensetzen, stehen ihnen dabei zur Seite.



...


Ein letzter Blick zurück und die Fahrt geht jetzt weiter nach Mechernich.


Nach einem kurzen Tankstopp passieren wir das Besucherbergwerk in Mechernich.


Zitat (Quelle):
Die Grube Günnersdorf wurde im Jahr 1957 geschlossen.
Das Bergbaumuseum besteht aus der Grube Günnersdorf und einem Gebäude mit einer Werkstattausstellung. Hier werden Werkzeuge, Fotos usw. aus dem Bleierzbau gezeigt. Dazu kann das 1995 eröffnete Besucherbergwerk besichtigt werden. Auch das frühere Betriebsgelände der ehemaligen Gewerkschaft Mechernicher Werk kann besucht werden.

Die Grube Günnersdorf des Bergbaumuseums Mechernich liegt an einem ca. 60 km langen "Streifen" (Bleialf-Rescheid-Mechernicher Gangzug) von Bleierzvorkommen in der Eifel, an dem - von Südwest nach Nordost - sechs Bergwerke tätig waren: Reuland auf belgischem Boden, Bleialf (Mühlenberger Stollen), Hellenthal (Grube Wohlfahrt), Schmidtheim (Grube Silberberg), Kall (Grube Tanzberg) und die Grube Günnersdorf. Mit der Schließung der Grube Günnersdorf im Jahre 1957 endete der Bleierzbergbau in der Eifel; aber noch heute liegen rund um das Bergbaumuseum Mechernich (Grube Günnersdorf) die größten Bleierzvorkommen Europas. Sie machen etwa 5 % des weltweiten Vorkommens aus, werden aber aus Kostengründen nicht weiter abgebaut.

Anschließend geht es noch durch schöne Täler nach Urft (ehemailiger Ausweichsitz NRW) und hinauf zum Kloster Steinfeld.


Nun ist es nicht mehr weit, bis wir zur Wildenburg gelangen.
Wir sind schon öfter an ihr vorbeigefahren, heute waren jedoch noch genügend Parkflächen frei, so dass wir die Gelegenheit genutzt haben.


Zitat (Quelle):
Die romantisch gelegene Wildenburg bei Hellenthal ist die einzige nicht zerstörte Höhenburg im Kreis Euskirchen. Im 12. Jahrhundert wurde die Wildenburg von den Reifferscheidern gegründet.


Eine alte Guzzi!


Zitat (Quelle wie vor):
Nachdem sie (die Wildenburg) von 1414 bis 1639 im Besitz der Herren von Palandt war, wurde sie im 18. Jahrhundert vom Kloster Steinfeld angekauft. Die Mönche bauten die Burg in ihrer jetzigen Gestalt um und errichteten ein Priorat. Im Jahre 1802 wurden auf Anordnung der französischen Regierung die geistlichen Güter eingezogen und die Mönche aus den Klöstern vertrieben. Dieses Schicksal ereilte auch die Abtei Steinfeld und das Priorat Wildenburg.
Heute wird die Wildenburg als Begegnungs-, Erholungs- und Bildungsstätte genutzt. Sie liegt direkt an der Burgen-Route.



Ein Blick in den Himmel zeigt, dass wir nun langsam die Heimfahrt antreten sollten.
Es wird im Westen dunkler und die Wolken verändern sich.


Am gleichen Tag ist auch das Anlassen 2018 am Nürburgring.
Also möglichst diesen Bereich großräumig umfahren, wenn man sicher nach Hause kommen möchte.
So ging es weiter nach Tondorf und anschließend in grobe Richtung Schuld, wobei wir zuvor links hinauf nach Rupperath fahren, Harscheid passieren und kurz vor Sierscheid die vorletzte Pause einlegen.


Eine letzte Rast führt uns anschließend nach Pützfeld und dort zum "Pommes deluxe".

Und genau das Stück zwischen Pützfeld und Kalenborn bzw. Altenahr zeigt uns dann, dass man einigen Motorradfahrern dringend den Lappen abnehmen sollte.

Track, Übersichtskarte etc.: