Burgentour Eifel und Mosel

An einem zunächst wettertechnisch nicht vielversprechendem Sonntag hatte uns dennoch die Lust gepackt, eine Runde mit dem Motorrad zu drehen.

Das Hauptziel war dieses Mal die Burg Lissingen bei Gerolstein.


Um dorthin zu gelangen nehmen wir wieder einmal - aber immer wieder gerne - die Route durch Teile des Ahrtals in Kauf.
Hier haben wir gerade Dernau verlassen und fahren in Richtung Rech.


So führt uns der weitere Weg durch Adenau hindurch, wobei wir im Anschluss hinauf nach Quiddelbach fahren.


Bevor wir den Ort erreichen, machen wir eine kurze Rast.


Wir fahren später am Kreisel nicht links zum Nürburgring, sondern rechts über Barweiler bis Höhe Wirft.
Dort biegen wir links ab, um in Richtung Kerpen (Eifel) zu fahren.


Vorbei an Kerpen mit Blick auf die dortige Burg, fahren wir weiter in Richtung Gerolstein und fahren dabei in unmittelbarer Nähe der Kasselburg vorbei, wo sich auch der Adler- und Wolfspark befindet.

Wir fahren durch Teile von Gerolstein hindurch zur nicht weit entfernten Burg Lissingen.


Ok. Der Zeitpunkt würde stimmen.
Aber wir sind nur zu zweit.


So schauen wir uns den Burgkomplex von aussen an, soweit dies halt möglich ist.


Die Burg Lissingen an der Kyll ist eine gut erhaltene, ehemalige Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert bei im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie wirkt von außen wie eine einzige Burg, ist aber eine Doppelburg. Sie besteht aufgrund einer Teilung im Jahre 1559 aus einer sog. Unterburg (Niederburg) und einer Oberburg, die auch heute wieder verschiedene Besitzer haben. Ähnlich wie Burg Eltz und Schloss Bürresheim zählt Burg Lissingen zu den ganz wenigen Eifelburgen, die nie zerstört worden sind (Quelle).


Dann steigen wir halt wieder auf den Bock und fahren weiter.
Das Wetter hält sich übrigens noch recht gut.


Unser Weg führt uns zunächst an der Bertradaburg in Mürlenbach vorbei, die wir erst vor Kurzem besucht haben.

Vorbei an der Densborner Wassermühle geht es nun am Meerfelder Maar vorbei, bis wir nunmehr zu den Manderscheider Burgen gelangen.
Auch diese Ruinen haben wir vor nicht allzulanger Zeit besucht.


Natürlich halten wir wieder auf dem Parlplatz oberhalb der Kehre an, um von hier auf die Burgen zu schauen.


Die Oberburg befindet sich auf einer zu ihrem Bau abgeflachten Bergspitze. Sie besaß, wie heute noch an den Ruinen zu erkennen ist, eine fast dreieckig angelegte Außenmauer und einen inzwischen wieder begehbar gemachten fünfstöckigen Bergfried. Vom Bergfried aus hat man eine hervorragende Aussicht auf die Niederburg, die Stadt Manderscheid und die Landschaft des Liesertals. 

Die Niederburg liegt auf einem Felsen im Liesertal unterhalb der Oberburg in Steinwurfweite zu dieser. Sie ist aber durch das Flüsschen Lieser, das die Niederburg von drei Seiten umgibt, von der Oberburg getrennt. Diese Tallage hatte einst den Vorteil, den Verkehr kontrollieren und im Konfliktfall absperren zu können (Quelle).





In Gillenfeld biegen wir nach Cochem ab.
Das Wetter hat sich deutlich gebessert.
So geht es auf dieser Talfahrt runter an die Mosel, wobei sich hier eine Besonderheit findet:
die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit für Motorradfahrer auf 50 km/h.



Aber da wir ja auch zum Genießen unterwegs sind, halten wir uns daran und fahren auf halber Strecke auf den aus unserer Sicht rechts gelegenen Parkplatz mit Aussicht auf die Mosel nebst der Reichsburg Cochem.


Die Anlage, die im Mittelalter als Zollburg diente, wurde den Ergebnissen aktueller Burgenforschungen zufolge wohl um 1100 oder in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet (Quelle).


Noch ein letzter Blick und wir fahren die restliche Strecke hinab in den - wie immer sehr gut besuchten - Ort.
Und da hier wieder nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden kann, sehen wir zu, dass wir weiterkommen.


Die Fahrt geht weiter an der Mosel entlang, bis wir Treis-Karden erreichen und auf der anderen Moselseite in Richtung Koblenz fahren.


Kurz vor Kobern-Gondorf machen wir eine kurze Rast und schauen auf Schloss Liebieg.

Wir wechseln wieder die Moseluferseite und fahren weiter nach Winnigen, dort aber hoch in Richtung Mülheim-Kärlich.


Blick auf Mülheim-Kärlich.


Noch auftanken und dem Weg zur A61 folgen.


Videozusammenschnitt der Tour:



Track und Übersicht: