Burgen und Maare in der Eifel


Die zweite Motorradtour in diesem Jahr führte uns in die Vulkaneifel zur Bertradaburg und zurück über die Manderscheider Burgen am Holzmaar und dem Booser Weiher.

Die Tourenbeschreibung selbst findet Ihr am Ende dieses Textes wie immer bei Outdooractive - samt Track zum herunterladen etc..



Wir starten unsere Tour wieder an der Abfahrt der A61 in Bad Neuenahr und fahren durch das Ahrtal in Richtung Dümpelfeld.
Hierbei passieren wir schon einmal die Burgruine Saffenburg und die Burg Are.
Beide sind nur fußläufig zu erreichen.

Es geht durch Schuld bis Müsch und anschließend über Kerpen (Eifel) - in Sichtweite der Burg Kerpen - und Gerolstein nach Birresborn und von dort aus nach Mürlenbach.


Hier findet sich die Bertradaburg, der wir einen kurzen Besuch abstatten.


Die Bertradaburg ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 348 m ü. NN hohen Felssporn über der Ortsgemeinde Mürlenbach im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie liegt damit im geographischen Zentrum des merowingischen Frankenreichs (Quelle).


Die Burg wurde auf den Resten eines römischen Kastells errichtet, das vermutlich zum Schutz der Römerstraße Trier–Köln diente. In der Burg soll nach örtlicher Überlieferung Bertrada, die Mutter Karls des Großen gelebt haben, was auf seine Geburt etwa 747 schließen lässt. Die Existenz der Burg wird erst im 13. Jahrhundert als Landesfestung der gefürsteten Reichsabtei Prüm urkundlich nachgewiesen, es sprechen jedoch archäologische Befunde für Vorgängerbauten der Burganlage (Quelle).


Der 30 Meter hohe Wohnturm, das Doppelturmtor der Betradaburg, ist weithin sichtbar, bietet einen wunderschönen Blick über die Landschaft und kann im Rahmen regelmäßiger Führungen besichtigt werden. Jedes Jahr findet im Burghof das Mürlenbacher Burgfest statt. Die Burg ist in Privatbesitz und bietet Ferienwohnungen, die derzeit saniert werden (Quelle wie vor).

Weiter geht es nun zu den Manderscheider Burgen, wobei wir es das erste Mal schaffen, die Burg zu besichtigen.


Nahe der Eifelstadt Manderscheid befinden sich die Ruinen zweier Burgen, deren Geschichte und Lage zueinander den mittelalterlichen Interessenkonflikt zwischen dem Kurfürstentum Trier und dem Herzogtum Luxemburg widerspiegeln.
Die Oberburg befindet sich auf einer zu ihrem Bau abgeflachten Bergspitze. Sie besaß, wie heute noch an den Ruinen zu erkennen ist, eine fast dreieckig angelegte Außenmauer und einen inzwischen wieder begehbar gemachten fünfstöckigen Bergfried. Vom Bergfried aus hat man eine hervorragende Aussicht auf die Niederburg, die Stadt Manderscheid und die Landschaft des Liesertals (Quelle).


Die Niederburg liegt auf einem Felsen im Liesertal unterhalb der Oberburg in Steinwurfweite zu dieser. Sie ist aber durch das Flüsschen Lieser, das die Niederburg von drei Seiten umgibt, von der Oberburg getrennt. Diese Tallage hatte einst den Vorteil, den Verkehr kontrollieren und im Konfliktfall absperren zu können (Quelle wie vor).


Die Ruine der Niederburg befindet sich seit 1899 im Besitz des Eifelvereins und wird von diesem langsam, aber kontinuierlich restauriert. Sie kann – in den Sommermonaten täglich – besichtigt werden (Quelle wie vor).


Zurück geht es nun vorbei an dem Holzmaar.

Das Holzmaar liegt in der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz fast auf halber Strecke zwischen Gillenfeld (2,5 km südwestlich entfernt) und Eckfeld. Das Maar hat eine Größe von ca. 6,8 ha bei einem Durchmesser von 325 m und einer Tiefe von 21 m; es liegt in einem Naturschutzgebiet und ist fast völlig von Wald umgeben.
Es wird von einem Quellbach des Sammetbaches gespeist, der das Maar durchquert. In unmittelbarer Nähe liegt auch das Dürre Maar.
Am Süd- bzw. Südwestufer ist das Maar durch Sedimente verlandet, deren Bohrkerne einen umfangreichen Aufschluss über das Klima bis in die letzte Kaltzeit geben. Die Sedimente des Holzmaars gehen bis 23.220 Kalenderjahre BP zurück. Die Einordnung wurde durch Vergleiche der im Maarkessel erhaltenen Abfolge und ihrer Datierungen mit dem Meerfelder Maar ermöglicht. Der aus der Warvenchronologie abgeleitete Zeitpunkt des Maximums der letzten Kaltzeit steht in guter Übereinstimmung mit dem aus den Daten des Greenland Ice Sheet Project (GISP2), sie stehen jedoch in gewissem Widerspruch mit denen des Greenland Ice Core Projects (GRIP).
In der Abfolge der Sedimente wurden drei Schichtbereiche gefunden, in denen besonders viel Staub im Maarsee abgelagert wurde. Falls diese staubreichen Schichten den Eisvorstößen des norddeutschen Inlandeises entsprechen, ist an geeigneten Orten in Norddeutschland durch den Vergleich mit der genauen Altersbestimmung des Staubs in den Maarsedimenten eine ebenso genaue Altersbestimmung der dortigen Endmoränen möglich (Quelle).



Auf dem weiteren Rückweg halten wir wieder am Booser Weiher, einem der beiden Maare in Boos selbst.

Das Booser Doppelmaar besteht aus zwei verlandeten Maaren, die sich heute als flache Mulden im Gelände abbilden. Die beiden Maare bildeten sich vor 10.150 bis 14.160 Jahren und gehören zum quartären Vulkanfeld der Vulkaneifel (Quelle).


Vorbei am Laacher See und dem Brohltal geht es nun zurück.



Track, Tourbeschreibung, Übersichtskarte etc..