Ulmener Maar und Burg


Letztes Wochenende ging es wieder in die Vulkaneifel - genauer gesagt in den Landkreis Cochem-Zell. Und noch genauer: nach Ulmen.

Den Start der Tour legten wir diesmal auf die Rheinfähre in Bad Breisig, da es von dort aus direkt auf erste Kurven in Richtung Gönnersdorf ging.

Es folgt Königsfeld und hernach Niederzissen, wobei wir auf der Hinabfahrt in letztgenannten Ort den Blick wunderbar in die Ferne ausrichten können.



Unser erstes Ziel für eine klitzekleine Pause war daher auch der Riedener Waldsee.

Der in einem alten Vulkankessel (Caldera) gelegene Ort Rieden wird auch als Steinmetzdorf bezeichnet. Rund um den Ort wird der sog. Riedener Tuff, ein vulkanischer Tuff abgebaut (Quelle). 
Vorbei an Schloss Bürresheim führte uns der Weg über Mayen nun nach Monreal, wobei wir dort jedoch aufgrund "Überfüllung" keinen Stopp einlegten, sondern weiter in grobe Richtung Cochem fuhren.



Auf halber Strecke jedoch biegen wir nach rechts ab und fahren kurz zum Kloster bzw. zur Wallfahrtskirche Maria Martental.

Das Kloster kann nicht jederzeit besichtigt werden. 


Nicht mehr weit entfernt liegt nunmehr der Ort Ulmen.
Erstmals erwähnt wurde Ulmen 1074, doch bezeugen merowingerzeitliche Gräber südlich der Burg eine ältere Besiedlung der Gemarkung. Römische Funde im Ort lassen sich derzeit nicht verifizieren. Bei Ulmen befindet sich ein Hügelgrab das ca. auf das Jahr 500 vor Christus datiert wird (Quelle).

Wir parken am Fußweg zur Burg selbst und können direkt einen Blick auf das unter uns liegende Ulmener Maar werfen, welches mit ca. 11.000 Jahren der jüngste Vulkan nördlich der Alpen und 37 m tief ist. Die vulkanischen Aktivitäten kann man in Tiefen von mehr als 4 Metern an aufsteigenden Gasblasen erkennen (Quelle wie vor). 




Nun aber hin zur Burgruine.

Der genaue Zeitpunkt der Errichtung ist nicht überliefert, jedoch wird angenommen, dass die Oberburg um das Jahr 1000 errichtet wurde. Ihre erste urkundliche Erwähnung fand sie 1074 (Quelle). 


Zum Ende des 12. und zu Beginn des 13. Jahrhunderts beheimatete sie den Ritter Heinrich von Ulmen, von dem die Teilnahme am Vierten Kreuzzug überliefert ist.
1292 wurde dann die Burganlage um eine hangabwärts direkt benachbart gelegene Niederburg erweitert (Quelle wie vor). 






In der Zeit von 1679 bis 1689 wurde die Burg mehrfach von Brand und Truppen des Sonnenkönigs Ludwig XIV. schwer beschädigt und schließlich von den französischen Truppen zerstört (Quelle wie vor).


Da uns ein Hüngerchen plagt, machen wir noch einen Abstecher nach Dreis-Brück, um bei Eddy (Landgasthof und Bikertreff Beim Holzschnitzer) noch eine klitzekleine Mahlzeit zu uns zu nehmen.




War das lecker!





Die Rückfahrt leiteten wir über Dankerath, Adenau und Kalenborn ein.









Video zur Tour:



Track, Übersicht etc.:

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