Zwischen Rhein und Westerwald


Eine weitere Tour, die durch das Wetter bestimmt wurde.
Auch heute wiesen uns die helleren Wolken - und ab und an der blaue Himmel - den Weg.

Ein Teil der Bilder wurde an anderen Tagen aufgenommen.




Vom Startpunkt am Einkaufszentrum in Wachtberg-Berkum führt uns der Weg zunächst nach Bonn und dort unterhalb der Godesburg vorbei.








Die Höhenburg liegt auf einem in vorgeschichtlicher Zeit erloschenen Vulkan, der die einzige markante Erhebung innerhalb des Godesberger Rheintaltrichters darstellt. Eine bereits römische Besiedlung wurde durch einen in die Godesburg eingemauerten Altarstein nachgewiesen. 722 wurde der Berg als ubische Kultstätte Woudensberg (Wotansberg) urkundlich erwähnt.
Am 15. Oktober 1210 legte der Kölner Erzbischof Dietrich I. von Hengebach den Grundstein für einen Neubau. Erzbischof Konrad von Hochstaden erweiterte die Burg 1244 um die ersten fünf Geschosse des Bergfrieds. Erzbischof Walram von Jülich erhöhte diesen auf 32 Meter und ließ die Vorburg erbauen. Während der Reformationszeit verstieß der Kölner Erzbischof Gebhard I. von Waldburg gegen den Augsburger Religionsfrieden, als er sich mit Gräfin Agnes von Mansfeld vermählte und zum Calvinismus übertrat. Er löste damit den Truchsessischen Krieg aus. Truppen des neu gewählten Kurfürsten Ernst von Bayern belagerten die Anlage 1583. Zerstört wurde die Godesburg durch die Sprengung der Mauer im Zuge eines Angriffes. Die Eroberung gelang am 17. Dezember 1583, als ein katholischer Söldner durch den Abort in die Burg gelangen konnte. Auf gleichem Weg folgten ihm weitere Angreifer, so dass sich die Besatzung, innerhalb und außerhalb der teilweise zerstörten Mauern bedroht, letztendlich ergeben musste.
1891 schenkte Kaiser Wilhelm II. die Ruine der damaligen Gemeinde Godesberg (Quelle).


Der weitere Weg führt uns über die Rheinbrücke auf die andere Seite des Flusses und dort in die Höhe nach Oberpleis.
In Asbach beschließen wir nach Neuwied abzubiegen, da es sich immer weiter zuzieht.
Kurz hinter Neustadt (Wied) machen wir eine erste kleine Rast.




Die erste – in Fachkreisen umstrittene – urkundliche Erwähnung des Ortes wird bisher auf das Jahr 1185 (nach dem Siegburger Mirakelbuch) datiert. Die „parochia Niwinstat“ (Kirchspiel Neustadt) wird 1213 in einer Urkunde des Klosters Heisterbach genannt (Quelle).



Gerade, als wir wieder auf das Motorrad steigen, fängt es an zu regnen.

So beschließen wir, den Rückweg zu verkürzen.
Wir sehen ein Hinweisschild auf Linz und Bad Neuenahr und fahren diese Strecke.





So gelangen wir in Bad Hönningen an den Rhein und kommen seitlich am Schloss Arenfels vorbei (Bild einer früheren Ausfahrt).








Schloss Arenfels, früher auch Schloss Arienfels genannt, ist eine Schlossanlage oberhalb von Bad Hönningen in Rheinland-Pfalz, die auf eine mittelalterliche Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht. Das Schloss erhielt seine heutige äußere Gestalt in der Zeit von 1849 bis 1855, während der es unter der Leitung des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner im Stil der Neugotik umfassend verändert wurde. Aufgrund seiner 365 Fenster, 52 Türen und zwölf Türme erhielt es den Beinamen „Schloss des Jahres“ (Quelle).





Da zwischenzeitlich der Regen aufgehört hatte und noch "Fahrlust" bestand, ging es nun doch noch in Richtung Neuwied weiter.

Hierbei passieren wir sowohl die Rheinbrohler Ley mit Ehrenmal, als auch die Burgruine Hammerstein.

Beides liegt allerdings oberhalb unserer Fahrtroute. 



Das Ehrenmal des Infanterie-Regiments „von Horn“ (3. Rheinisches) Nr. 29 wurde zwischen 1931 und 1933 auf einer Anhöhe in Rheinbrohl, der Rheinbrohler Ley, errichtet.
Es wurde als Ersatzruhestätte für die 3540 Gefallenen des Infanterie-Regiments Nr. 29 im Ersten Weltkrieg errichtet. Der Standort Rheinbrohl wurde 1927 gewählt, weil er fast im Mittelpunkt des ehemaligen Rekrutierungsgebiets des Regiments lag und weil das Ehrenmal auf dem Berg weithin sichtbar ist (Quelle). 

Die Burg Hammerstein ist die Ruine einer Höhenburg. Die Anlage wurde im 10. Jahrhundert von den Konradinern im damaligen Engersgau erbaut und ist somit die wohl älteste Burg des Mittelrheintals. Sie wurde im Jahr 1000 als Reichsburg genannt (wobei die Füllmauertechnik der Ringmauer sogar auf römischen Ursprung hindeuten könnte). Die Burggrafen von Hammerstein lebten und walteten hier bis etwa 1417, ehe sich die Spur dieses Geschlechts aus genealogischer Sicht verliert (Quelle).





In Neuwied wechseln wir wieder zurück auf unsere Rheinseite und lassen uns nach Andernach treiben.

Dort befindet sich auch das "Geysir-Zentrum".




Seinerzeit haben wir auch diesem Museum des Vulkanparks einen Besuch abgestattet.





Der Geysir ist übrigens nur durch eine Schifffahrt zu erreichen.









Der Geysir Andernach, anfangs Namedyer Sprudel genannt, der 1903 erstmals erbohrt wurde, ist mit etwa 50 bis 60 Metern Auswurfshöhe der höchste Kaltwassergeysir der Erde. Er befindet sich auf dem Namedyer Werth, einer Halbinsel im Rhein.
Eine Eruptionsdauer des Geysirs beträgt etwa acht Minuten bei einem Intervall von rund 100 Minuten zwischen den einzelnen Ausbrüchen. Natürlicher Antrieb ist Kohlendioxidgas, vergleichbar mit einer geschüttelten Mineralwasserflasche. Der Geysir ist seit 2006 touristisch erschlossen und eine der Attraktionen im Vulkanpark sowie Teil des Geoparks Vulkanland Eifel (Quelle).








Der Weg führt uns weiter über Bad Breisig, wobei wir zuvor unterhalb der Burg Rheineck vorbeifahren.













Als letzten Schlenker auf dem Rückweg statten wir der Apollinariskirche in Remagen noch einen kleinen Besuch ab.








Die Apollinariskirche liegt oberhalb der Stadt Remagen auf einer Anhöhe, die heute Apollinarisberg heißt. Am Fuß des Berges wurden 1892 christliche Gräber aus der Römerzeit entdeckt.
Die Errichtung der ersten Kirche, die dem heiligen Martin, dem Patron der Franken, geweiht war, lässt sich nicht genau bestimmen. Wahrscheinlich wurde sie im 9. Jahrhundert gebaut. Um das Jahr 1110 errichteten die Benediktiner der Abtei Michaelsberg von Siegburg auf Initiative und mit großer Unterstützung der Bevölkerung von Remagen eine Propstei. Im 13. Jahrhundert gelangten wahrscheinlich die Reliquien des heiligen Apollinaris auf den Berg. Die früheste urkundliche Erwähnung des Heiligen in Remagen stammt aus dem Jahr 1295. Der Sarkophag mit der Hauptreliquie in der Krypta der Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert (Quelle).








Der Zugang in den Garten ist nur Sonntags möglich, so dass wir erstmalig diese Gelegenheit nutzen.





Der Blick nach rechts in Richtung Unkel auf die Erpeler Ley.




Und ein Blick in Richtung Bonn und das Siebengebirge im Hintergrund.
Blick vom Garten auf die Kirche

Panoramabild vom Garten aus

Teilausschnitt

Es geht den Berg weiter hinaus und wir gelangen alsbald wieder in Berkum an.


Fazit:

Mit Sicherheit keine besondere oder anspruchsvolle Rundtour.
Hat aber - ob des Wetters - dennoch Spaß gemacht.

Track, Übersicht etc.:

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