Drei Ruinen im Westerwald


Da sich das Wetter vielversprechend gestaltete, sind wir natürlich auch heute auf Tour gewesen.

Heute war auch das traditionelle "Anlassen" mit Motorradsegnung etc. am Nürburgring.
Ich halte dies für eine wunderbare Tradition, meide aber an solchen Tagen den Ring und die Eifel weiträumig.

Einfach zu viele unterwegs, dann auch proportional zwei- und vierrädrige Raser.

So ging es heute in den Westerwald. Einfach mal drauflos fahren und schauen, wo man landet.

Gestartet sind wir in Remagen an der Apollinariskirche und so ging es zunächst in Richtung Neuwied. Aufgrund einer Vollsperrung aufgrund Brückenarbeiten geht es mit einem Schlenker weiter und in Neuwied über den Rhein.
Ausfahrt Torney raus und dann in Richtung Anhausen weiter, wobei wir uns mit ein paar weiten Kurven in die Höhe schrauben.

Hinter Anhausen sehe ich das Schild zum Ort Isenburg und nehme denselben als Zwischenziel.
Aufgrund einer Wanderung ist mir bekannt, dass dort eine Burgruine zu finden ist.




Im Ort selbst sollte man sich an den Hinweisen zur Kirche orientieren.

Dort befindet sich auch ein größerer Parkplatz und direkt daneben führen uns die Schilder zur Burg.

Die Isenburg wird im Jahre 1103 in einer Urkunde des Erzbischofs Bruno von Trier zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Im Jahre 1625 war die Burg noch bewohnt. Sie diente zu dieser Zeit in erster Linie als Witwensitz. 1633 war sie von spanischen Truppen besetzt aber nicht zerstört worden (Quelle). 



Im Jahr 1771 stürzte die südliche Hälfte des Bergfrieds zusammen mit dem Treppenhaus ein. Nach Isenburger Gemeinderechnungen von 1783 bis 1810 diente die Ruine als Steinbruch (Quelle wie vor).


Anschließend führt uns der Weg über Breitenau und Selters nach Maxsein.
Hier biegen wir links ab und sehen schon den Bergfried der Burgruine Hartenfels auftauchen.





Ein Hinweisschild im Ort selbst haben wir nicht gesehen, so dass wir auf Sicht fahren und unterhalb des Zugangs das Motorrad abstellen.

Die Burg wurde erstmals in einer Urkunde des Jahres 1249 erwähnt. Die Burganlage diente dem Schutz der Hohen Straße, der wichtigsten Handelsstraße zwischen Frankfurt am Main und Köln. Nach einer Zerstörung der Burg im 15. Jahrhundert und einem erneuten Aufbau wurde die Anlage im Jahre 1594 von Graf Wilhelm von Nassau endgültig zerstört (Quelle).



Der noch immer gut 23 Meter hoch aufragende Bergfried, der ursprünglich wohl über 28 Meter hoch war, dominiert das Dorf überragend das Aussehen der Burganlage. Neben dem nicht zu besteigenden Bergfried befinden sich weitere Mauerreste (hauptsächlich der Ringmauern) in der etwa 60 x 40 Meter messenden Burgruine, die frei zugänglich ist (Quelle wie vor).



Wir beschließen nun die Fahrt an die Lahn und nach Bad Ems fortzuführen.
So geht es am Freilinger See in Richtung Montabaur weiter.
Wenig später werden wir dank Verkehrsschild links in den Wald hineingeführt und es geht wunderbar kurvig bis hinab nach Bad Ems.

Die Strecke scheint dort von vielen Motorradfahrern genutzt zu werden.
Zwar haben wir nur wenige hochfahren sehen, allerdings waren viele Leitplanken in Kurven mit Unterfahrschutz versehen.

Kurz hinter Arzbach sehen wir eine weitere Burgruine rechts von uns auftauchen.
Ein Anfahren von dieser Strecke ist nicht möglich. Hierfür müsste der Ort Eitelborn angefahren werden und dann ein gutes Stück Fußmarsch in Kauf genommen werden.

Wie ich zu Hause aber erst feststelle, handelt es sich um die Burgruine Sporkenburg, die ich im Rahmen einer Wanderung (Wäller-Tour Augst) schon besucht habe.
Die Bilder sind bei jener Wanderung entstanden.




Im Jahr 1310 an neuer Stelle erbaut, im Dreißigjährigen Krieg im Jahre 1635 von den Franzosen zerstört.



Das Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz restaurierte seit 1967 schrittweise die vorhandenen Mauerreste (Quelle). 






Zurück entlang der Lahn und des Rheins ging es dann wieder zurück.


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