Burg Rheinfels


Es wird merklich kühler.

Diesmal musste die dickere Motorradjacke dran glauben und zuzüglich auch ein dünner Pullover.
Wenigstens habe ich es bei den Sommerhandschuhe belassen.
Aber ich "Weichei" habe ja für den Notfall auch noch eine Griffheizung ;-)

Irgendwie hatte ich Lust, nach St. Goar zu fahren, die Burg Rheinfels zu besuchen und anschließend über einen Teil des Hunsrückes und die Mosel zurück zu fahren.


Hinfahrt:

Eher unspektakulär.
Von Remagen aus geht es über Bad Breisig und Andernach nach Koblenz.

Gerade das Stück zwischen Andernach bis Koblenz finde ich sowohl mit dem Wagen, aber erst recht mit dem Krad einfach nur ätzend. Also schnell hinter mich gebracht.

In Koblenz geht es weiter auf der B9 in Richtung Bingen, an der Koblenzer Privatbrauerei und Schloß Stolzenfels vorbei, anschließend die Rheinschleife bei Filsen und durch Boppard, bis ich nach etwa 80 km in St. Goar ankomme und den Wegweisern zur Autobahn und somit auch zur Burgruine Rheinfels folge.


Burg Rheinfels:



Auf Höhe des Zugangs zur Burg (Öffnungszeiten) befindet sich auch in einer Kurve ein kostenpflichtiger Parkplatz.

Schnell ein Parkticket für 1,- € gezogen und direkt rückwärts eingeparkt.


Wie immer noch das Bremsscheibenschloß (ganz schön laut, wenn der Alarm angeht) angebracht.

Wenn ich es schon mal bei Aufsitzen vergesse zu lösen, höre ich das dann.
Die anderen in der Umgebung aber auch ;-) .





Über diese Brücke geht es zum Hotel und den Verkaufsgeschäften, wobei es am Ende links zur Kasse direkt am Tor geht.


Die Ausblicke in das Rheintal sind auf jeden Fall schon mal sehr sehenswert.

Sei es in grobe Richtung Boppard ...




... oder in grobe Richtung Loreley.


1245 wurde die Burg von als Zollburg für die rheinaufwärts fahrenden Schiffe erbaut.

Eine Belagerung durch ein Heer des Rheinischen Städtebundes blieb wohl erfolglos; dadurch erlangte die Burg den Ruf, uneinnehmbar zu sein (Quelle).


Als im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) französische Truppen die Burg besetzten, gelang die Verteidigung gegenüber deren moderneren Wehrtechniken nicht mehr; Rheinfels wurde kampflos übergeben (Quelle wie vor).

Die französischen Revolutionstruppen zerstörten die Festung: 1796 wurden die vorgelagerten Festungswerke gesprengt, 1797 Schloss und Bergfried. 1812 wurde die Ruine als französisches Staatseigentum an den St. Goarer Kaufmann Peter Glass verkauft. Das beim Abbruch gewonnene Material wurde zum größten Teil beim Bau der Festung Ehren-breitstein bei Koblenz verwendet (Q. w. v.).


Über geschichtliche Hintergründe, das einstige soziale Leben auf der Burg, Kriegsführung und Waffen sowie Pflanzen und Tiere im Burgbereich informiert ein Lehrpfad (der so genannte Rheinfelspfad), dessen Informationstafeln auf den Burgmauern angebracht sind (Quelle wie vor)

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Burg vielfach in Urkunden, Aufzeichnungen und Akten erwähnt, in denen ihr Name in verschiedener Weise wiedergegeben wurde. Die unterschiedlichen Schreibweisen basieren auch auf dem Umstand des Sprachwandels und der fehlenden einheitlichen Rechtschreibung (Quelle wie vor).


Seit 1973 beherbergt die Burg ein Hotel, das seit 2005 den Namen „Romantik Hotel Schloss Rheinfels“ trägt. 2003 wurde das Hotel von Gerd und Petra Ripp gekauft. Gerd Ripp war zuvor 25 Jahre Geschäftsführer des Schlosshotels (Quelle wie vor).



Von der "oberen Batterie" aus noch ein Blick hinab zum Parkplatz.
Ganz links leuchtet etwas gelb.
Yepp. Da steht sie.






Rückweg:

Es geht den Berg weiter hinauf in Richtung der ausgeschilderten Autobahnauffahrt der A61, die allerdings nicht genutzt wird.

So geht es weiter geradeaus durch Pfalzfeld nach Emmelshausen und dort links in Richtung Morshausen und hinab an die Mosel bei Brodenbach.

Die Fahrt geht rechts weiter, wobei ich die Moselseite bei Kobern-Gondorf wechsele, um kurze Zeit später links in Richtung Niederburg bzw. Matthiaskapelle abbiege.

An Ochtendung und Plaidt vorbei führt mich der Weg wieder auf die B9 in Richtung Remagen.
Kurz zuvor biege ich jedoch nach Bad Bodendorf ab und - da ich ein Anliegen habe - in Lohrsdorf hinauf zum Golfplatz.

Hinter Kirchdaun geht es rechts nach Nierendorf und später über Birresdorf wieder hinab nach Remagen.


Fazit:

Fahrttechnisch auf der Hinfahrt natürlich keine Besonderheit. Einfach fließen lassen. Genießen.
Die Burg Rheinfels ist interessant in der Besichtigung und bietet schöne Ausblicke in die Umgebung.
Somit eignet sich hier eine Rast sehr.
Auch auf dem kurzen Stück durch einen Teil des Hunsrückes gibt es fahrerisch keine Besonderheiten.
Schön wiederum sind die Kurven hinab von Morshausen nach Brodenbach.
Für das Auge schön gestaltet sich auch die Fahrt entlang der Mosel und noch das erste Stück an der Niederburg vorbei.
Ab Ochtendung wiederum wird es eintöniger.
Eine kleine Besonderheit zum Ende ist dann wieder der Weg von Lohrsdorf bis nach Niederich.

Ich hatte heute mal meine Pulsuhr an, die ich sonst nur zum Laufen, Walken, Wandern nutze.
Mich interessierte, wie sich mein Puls während einer solchen Ausfahrt darstellt.
Und wenn ich nicht erst an der Burg Rheinfels daran gedacht hätte, sie einzuschalten, hätte ich auch die gesamte Tour aufgezeichnet. ;-)
So war sie zumindest auf der Rückfahrt aktiv geschaltet.
Ich bin überrascht: der Mittelwert liegt gerade einmal bei 87 bpm. Alles richtig gemacht ;-)


Videozusammenschnitt:


Track, Übersicht etc.:


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