Burgruine Nürburg

Ruin und Wiederaufbau liegen dicht beieinander.
[Zitat: Epiktet]

Interessanterweise waren sich die Wettervorhersagen für den heutigen Tag nicht wirklich einig.

Zwischen "den ganzen Tag Regen", "Vormittags Regen" und "Nachmittags Regen" konnten wir also auswählen, was wir für wahrscheinlicher hielten.





So ging es zunächst dem blauen Himmel entgegen, der sich in Richtung Meckenheim blicken ließ.
Von dort aus ließen wir uns nach Hilberath leiten und genossen ein schönes Stück herbstlich gefärbten Wald auf trockenen Straßen.
Weiter ging es über Berg und Häselingen hinab in das Sahrbachtal und nach Kreuzberg.

Spontan trafen wir die Entscheidung, der Nürburg selbst einen Besuch abzustatten.
Am Ring selbst haben wir oft genug gehalten, an der Burg selbst war ich im Dezember letzten Jahres bei einer Wanderung vorbei gekommen. Da ist die Burg allerdings nicht zu besichtigen, da geschlossen.

Also ging es über Adenau hin zum Ort Nürburg und somit zum Fuß der Ruine selbst.






Das erste Teilstück kann unentgeltlich aufgesucht werden und lohnt sich für erste Ausblicke in Teile der Umgebung.



Um jedoch in das Burginnere zu gelangen, ist eine Entgelt von 3,- € pro Erwachsenen zu entlöhnen.



Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage im Jahre 1166 als Noureberg oder Mons Nore, doch gilt es als wahrscheinlich, dass sich dort bereits zu römischer Zeit eine Signalstation zur Sicherung der wichtigen Römerstraße befand, die sich durch die Eifel zog (Quelle).



Als eigentlicher Erbauer der Nürburg gilt Graf Ulrich, der in einer Urkunde aus dem Jahr 1169 genannt wird, obwohl bereits sein Vater Dietrich I. von Are auf dem Berg mit dem Bau einer Fluchtburg begann. Die Nachfahren Ulrichs nannten sich die „Herren von Nürburg und Are“ und waren Lehnsmänner der Kölner Erzbischöfe und des Stauferkaisers (Quelle wie vor).

Der Bau der Burg erfolgte in drei Etappen. Nach dem Bau der rechteckigen Kernburg wurden zwischen 1340 und 1369 unter dem Amtmann Johann von Schleiden Zwingermauern als zweiter Befestigungsring errichtet. Im 15. Jahrhundert entstand ein dritter Ring zum Schutz der bis dahin frei zugänglichen Burgmannenhäuser, die heute nicht mehr erhalten sind (Quelle wie vor).


Schon im 16. Jahrhundert befand sich die Burg in einem sehr schlechten Zustand, über den sich die amtierenden Amtmänner beklagten. Es wurden daraufhin mehrfach Restaurierungsarbeiten vorgenommen (Quelle wie vor).


Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Nürburg 1633 von den Schweden unter General Baudissin eingenommen, geplündert und beschädigt. 1674 besetzten kaiserliche Truppen die Burg (Quelle wie vor).




1689 zerstörten französische Soldaten die Anlage endgültig (Quelle wie vor).





Schöne Weitblicke bereits von der mittleren Ebene.



Der erhaltene Bergfried diente zunächst noch als Gefängnis, wurde aber 1752 auch dafür nicht mehr nutzbar (Quelle wie vor).




Fotografische Blickwinkel ...



Im Jahre 1818 ließ Preußen den Bergfried restaurieren, weil dort ein trigonometrischer Punkt eingerichtet werden sollte. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die Vorburg abgerissen. Heute zeugen nur noch die vorhandenen Reste der Ringmauer von ihrer Existenz (Quelle wie vor).




Blick hinab vom Bergfried auf den Ort Nürburg selbst.




Ganz schön windig gewesen.



1949 kam die Ruine in den Besitz des Landesamtes für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, ehe die Verwaltung der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz (heute: Burgen, Schlösser Altertümer Rheinland-Pfalz) die Betreuung übernahm (Quelle wie vor).


Zurück ging es wieder über Adenau und bei Kreuzberg durch Altenahr hindurch.

Zwischen Marienthal und Walporzheim machen wir eine Rast, um eine Mahlzeit bei "Schaarschmidt an der Ahr" zu uns zu nehmen.



Die Speisenauswahl ist zwar spartanischer, allerdings war der Flammkuchen mit Original Elsässer Zutaten wirklich lecker.




Zurück ging es dann über Lantershofen, Bengen und Niederich bis nach Ringen.












Hier noch der Link zur Wanderung: Grüne Hölle.