Marksburg am Rhein


Manchmal muß man dem Ritter aufs Pferd helfen, wenn er den Drachen töten soll.
[Zitat: Dr. J. V. Kopp]

Schon einmal waren wir dort und wollten die Burg besichtigen.
Allerdings stauten sich schon die Fahrzeuge vor dem Parkplatz, so dass wir seinerzeit wieder fuhren.
Heute hatten wir dann mehr Glück und haben uns durch die Burg führen lassen.




Gegen etwa 11:00 Uhr ist der Parkplatz knapp unterhalb der Burg in Braubach am Rhein.

Das Parken kostet uns für die gesamte Zeit 50 Cent.

Nun haben wir die Möglichkeit, entweder die vielen Treppen nach oben zu steigen oder uns dem gemächlichen Aufstieg über Serpentinen zu stellen.

Bei den Motorradklamotten machen wir es uns dann eher gemütlicher. So oder so gelangen wir an das aus dem Jahr 1490 stammende Zugbrückentor.



Noch können wir unbehelligt ziehen und die ersten Gänge begehen.
Vor uns liegt das Fuchstor, an welchem auch die Führungen beginnen.



Schon einmal schnell einen Blick rechts in grobe Richtung Koblenz werfen.



Kiosk, Ticketsstube und Burgschänke befinden sich oberhalb der rechts erkennbaren Treppenstufen.




Wir entrichten den Betrag von 6,- € pro Person für die Führung und warten auf den Beginn selbiger.
Die Führung dauert im übrigen etwa eine Stunde und der Preis ist es wert.



Zwischendurch werfen wir einen Blick in die Höhe.


Zu Beginn der Führung durchschreiten wir das ursprünglich 1350 erbaute Schartentor und werfen einen kurzen Blick zurück auf das Fuchstor.



Die ehemaligen und das heutige Wappen der Burg (von rechts nach links) entlang der Reitertreppe.


Wir haben die 1711 erbaute "kleine Batterie" erreicht und schauen uns die unterschiedlichen Kanonen an.

Hier findet sich auch eine der ältesten Kanonen in Deutschland, die Kammerbüchse.

Links daneben befindet sich die "große Batterie".



Der Weg führt uns weiter zum Kräutergarten, von wo aus wir eine herrliche Sicht in grobe Richtung Boppard werfen können - hier leider bei Gegenlicht.



Wir finden hier mittelalterliche Nutz- und Zierpflanzen, so u. a. Bilsenkraut, Mispel und Pestwurz.


Wie wir erfahren, wurden die Verteidigungsanlagen zur Burgseite hin offen gebaut.
Das hat den Grund, dass feindliche Soldaten - sollten sie diesen Bereich bereits erobert haben - keinen Schutz der Mauern nutzen konnten.



Der Garten macht "Spaß".
Leider ist die Blütezeit ja schon vorbei.



Wie ich nachträglich erfahren habe, habe ich hier Mispeln fotografiert.




Es geht ein Stück um den Kräutergarten herum ...


... bevor es in den alten Weinkeller geht.

Und wieder etwas gelernt. Um Krankheiten und Seuchen vorzubeugen, wurde dem Wasser Wein beigemengt, da der Alkohol desinfiziert haben soll. Es wurden in alten Zeiten wohl vier bis fünf Liter getrunken, wobei der Alkoholgehalt keine 2 % betrug.



Es geht weiter in die Burgküche bzw. den Wirtschaftsraum ...



... der irgenwie einladend dekoriert wurde.

Schön. Gefällt mir.



Die Führung bringt uns nun in den Rittersaal mit seinen Nischen. Hier zum Beispiel hätten fahrende Musikanten aufspielen können.



Oder man widmete sich der Spieleskunst wie zum Beispiel Schach.




Wenn man nicht an der Tafel (s)aß.


Weiter geht es zur Kapelle, die auch dem Unterricht diente.

Oder später sogar als Kerker herhalten musste.




Auf schmalem Wehrgang geht es nun in die Höhe.


Wir haben jetzt die Rüstkammer erreicht, wo diverse Statuen über die Rüstung unterschiedlicher zeitlicher Epochen Auskunft geben.




Wir befinden uns jetzt im Innenhof ...


... der recht schmal ist.
Wir erfahren, dass neue Bauten nach innen gebaut wurden und somit der Innenhof immer schmaler wurde.



Es geht nun in die Folterkammer hinein, der eigentlich früher der Pferdestall war.



Diverse Foltermöbel bzw. -werkzeuge sind zu erkennen.



Die Decke dieses Stalls besteht u. a. aus Balken   aus dem Jahr 1239 - dem Jahr der ersten Burgerbauung.


Unser Burgführer zeigt uns noch die Schmiede, die weniger zur Erschaffung des Kriegswerkzeuges, sondern der täglichen Nutzgegenstände - wie z. B. Hufeisen, Werkzeuge - diente.



Es geht zurück über die Reitertreppe bis hin zum Ausgang - wo die interessante Führung endet.









Während uns die Hinfahrt über die B42 nach Braubach führte, ging es zurück über die B9.
Also keine wirklich interessante Motorradstrecke.

Wer dort den Besuch mit einer Wanderung verbinden will, dem kann ich folgenden Rundweg empfehlen: Rund um die Marksburg.








Zum Abschluss noch beim Griechen gegessen.
So kann ein Sonntag aussehen ;-)









Weitere Informationen zur Burg selbst finden sich hier.